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Quelle: WikiPedia

Versicherungsbetrug

Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Bei zweifelhaften Ansprüchen von Versicherungsnehmern oder Leistungsempfängern prüfen Detektive, ob mit betrügerischen Angaben versucht wird, Versicherungsleistungen in illegaler Form zu erschleichen.

Jeder  Versicherungsbetrüger betrügt nicht nur die Versicherung.  Vielmehr betrügt er die Gesamtheit aller Versicherten, da jede Schadenszahlung zu guter Letzt über höhere Beiträge von der Gesamtheit der Versicherten zurückgeholt wird.

Ein Besispielsfall für Versicherungsbetrug ist die Vortäuschung einer Arbeitsunfähigkeit zum Bezug von Krankentagegeld, während zeitgleich eine Arbeitstätigkeit oder der normale Beruf - meist auf selbstständiger Basis - oder aber eine Schwarzarbeit ausgeführt wird. Der reine Verdacht auf Leistungsbetrug reicht allerdings nicht, weil die Versicherung den wirklichen Status des vorgeblich Kranken beweisen muss. Hierbei sollte die Arbeitstätigkeit des Versicherten nach Möglichkeit an mehreren Tagen dokumentiert werden.

Detektive  ermitteln darüber hinaus  in Fällen von Versicherungsbetrug bezogen auf  den unrechtmäßigen Bezug von Rentenzahlungen, obschon die Gesundheit wiederhergestellt ist, beispielsweise im
Zusammenhang mit Invalidität, Ermittlung bei Transportschäden, Kfz Schäden, Hausratsversicherungsbetrug, Missbrauch der Berufsunfähigkeitsversicherung und vielen anderen Formen von Versicherungsbetrug.
Übrigens, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft schätzt, dass etwa jeder Vierte  seine Versicherung vorsätzlich hintergeht. Die Schadensumme geht pro Jahr in die Milliarden.

Versicherungsbetrüger sind sehr findig. Sie stellen erheblich zu hohe Schadenforderungen oder führen bewusst Schadenfälle herbei. Andere machen falsche Angaben über  den Schadenablauf und die Folgen, um eine Versicherungsleistung zu erschleichen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Schadenfälle oft dauerhaft oder über einen langen Zeitabschnitt eintreten, beispielsweise bei Rentenzahlungen oder Krankentagegeldzahlungen.

Ermittlungen im Zusammenhang mit Versicherungsbetrug werden in ganz Deutschland und auch weltweit durch unsere Detektive durchgeführt. Übrigens, Ermittler bei Schäden zum Nachteil von Versicherungen werden landläufig oft auch Versicherungsdetektive genannt. Wenn Sie einen solchen brauchen, um einen Versicherungsbetrug aufzudecken, rufen Sie uns an unter 0800-DETEKTIV (0800-33 83 584).

Aus der Rechtsprechung: Schwarzarbeit im Krankenstand muss exakt nachgewiesen werden

Das Thema ist altbekannt - ein krankgeschriebener Arbeitnehmer, der während der Krankheit arbeitet, läuft Gefahr, fristlos entlassen zu werden. Allerdings gilt das nur, wenn die Schwarzarbeit während des Krankenscheins auch dem Umfang nach nachgewiesen wird. Ansonsten läuft der Arbeitgeber Gefahr, dass eine fristlose Kündigung unwirksam ist.

Der Fall

Ein 54-jährigen Bezirksmeister bekam nach knapp 30 Jahren Betriebszugehörigkeit die fristlose Kündigung, weil er trotz eines Krankenscheins für den Betrieb seiner Ehefrau auf einer Baustelle war.
Neben seiner Hauptarbeitstätigkeit hatte der Mann als Betriebsleiter in der Sanitär- und Heizungsbaufirma seiner Ehefrau gearbeitet. Bei seinem Arbeitgeber war der Mann vom 23. 06. bis 31. 07. 2008 krankgeschrieben. Während des Krankenstandes erhielt der Arbeitgeber einen anonymen Anruf, wonach der Mann auf einer Baustelle tätig sei. Daraufhin fuhren der Vorgesetzte des Mannes und ein Kollege zu dieser Baustelle, wo sie das Montagefahrzeug der Firma der Frau des Mannes und dessen Privatwagen fanden. Die beiden Männer stellten den angeblich Kranken zur Rede. Dieser behauptete aber, er würde gar nicht arbeiten. Vielmehr sei er eben erst gekommen und würde nur ein paar Anweisungen an seine beiden Söhne, die hier arbeiten würden, erteilen. Dieses glaubte der Arbeitgeber nicht, zumal der Mann Arbeitssachen und Sicherheitsschuhe an hatte.

Der Arbeitgeber kündigte dem Mann fristlos, wogegen dieser sich wehrte. In letzter Instanz bekam er vom LAG Mainz Recht. Die fristlose Kündigung war nicht gültig.

Welchen Fehler hat der Arbeitgeber gemacht?

Es wäre wichtig gewesen, den exakten Umfang, also die Dauer, sowie genau Art der Tätigkeit nachzuweisen. Beides hatte der Arbeitgeber nicht gemacht. Vielmehr hat er in einer kurzen Momentaufnahme nur die einmalige kurze Anwesenheit des Kranken an der Baustelle festgestellt. Damit war aber nicht der Nachweis des Lohnfortzahlungsbetruges erbracht. Tatsächlich konnte der Arbeitgeber nämlich den zeitlichen Umfang der Tätigkeit gar nicht bestimmen. Dadurch konnte auch nicht der vollständige Nachweis erbracht werden, der Arbeitnehmer habe die Krankheit nur vorgetäuscht.

LAG Mainz, Urteil vom 12.02.2010 Az.: 9 Sa 275/09

Die Lehre daraus

Eine Beobachtung des krankgeschriebenen Arbeitnehmers durch Detektive hätte wohl andere Ergebnisse vor Gericht erbracht. Tatsächlich wäre durch eine 3-tägige Observation des Kranken ein exakter Nachweis bezogen auf Art und Umfang der Nebentätigkeit während der Arbeitsunfähigkeit möglich gewesen, sofern der Kranke tatsächlich während der Krankenscheins nebenbei gearbeitet hätte, wovon nicht nur der Arbeitgeber überzeugt war. Allein die Tatsache, dass der Mann in voller Arbeitsmontur an der Baustelle war, sprach Bände, aber es wurde eben nicht beobachtet, dass er dort schwarz gearbeitet hat.

Folglich sollte Sie in einem solchen Fall nicht dazu übergehen, selber kurz tätig werden zu wollen. Das Ergebnis sehen Sie an dem Urteil. Besser ist es, Detektive mit der Beobachtung zu betrauen, die professionell die notwendigen Beweise erbringen. Ein Detektiv hätte dringend davon abgeraten, nur wegen der reinen Anwesenheit des Kranken an der Baustelle eine fristlose Kündigung auszusprechen. Vielmehr hätte ein Detektiv aus seiner Berufserfahrung heraus geraten, hier eine mehrtägige Dokumentation des Fehlverhaltens vorzunehmen. Im Erfolgsfall hätte die Kündigung ausgesprochen werden können und darüber hinaus hätten die Detektivkosten vom überführten Arbeitnehmer übernommen werden müssen. Dazu finden Sie auf dieser Seite Urteile, zum Beispiel dieses. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Privatdetektiv beraten, bevor Sie in hektische Betriebsamkeit verfallen, die Ihnen nur schadet. Es zahlt sich in der Regel aus, mit Profis zusammen zu arbeiten.


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