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Quelle: WikiPedia

Fallstudie: Sex im Hochhaus

Zunächst war es nur ein Gerücht, dass in einem Hochhaus eine Liebesdienerin ihrer Beschäftigung nachgehen sollte. Die Hausverwaltung wusste ebenfalls davon, jedoch hatte man keine näheren Beweise gegen irgendeinen der vielen Single-Bewohnerinnen im Haus und ging der Sache zunächst weiter nach. Hartnäckig jedoch verdichteten sich die Hinweise, so dass Detektive eingeschaltet wurden, zumal eine Anzeige gegen Unbekannt von Hausbewohnern gestellt worden war.


Die Ermittler hatten keine explizite Angaben, nur Hinweise auf eine bestimmte Etage. Der Verdacht richtete sich auf insgesamt zwei Bewohnerinnen, die alleine in ihrer Wohnung lebten. Die Etagen waren allesamt über einen Fahrstuhl zu erreichen, was die Sache nicht gerade einfacher gestaltete. Eine der beiden Bewohnerinnen geriet besonders in Verdacht der Detektive. Die andere Person vertrieb Frischhaltedosen aus Kunststoff eines namenhaften Unternehmens und wurde deswegen erst einmal als Verdächtige zurückgestellt. Eine Observation war ebenso wenig möglich, wie die Anbringung von Videokameras. Erstens wäre die unbemerkte Installation zu keiner Zeit möglich gewesen und schied außerdem aus gesetzlichen Gründen aus. Telefonische Anläufe bei den Verdächtigen verliefen zunächst ins Leere. Beide Frauen gingen auf entsprechende „Freieranfragen“ nicht ein, sondern waren darüber sehr entrüstet. Erst als eine Detektivin getarnt als Interessentin für die Frischhaltedosen feststellte, dass eine weitere Telefonnummer existierte, kam Licht in die Angelegenheit. Den Detektiven gelang es, diese zweite Telefonnummer zu identifizieren. Der Rest war Routine:


Zwei Detektive vereinbarten unabhängig voneinander einen Sex-Termin in der Wohnung der Kunststoffdosenverkäuferin, und verhandelten dort mit dieser über deren Dienste, die sie auch unumwunden anbot. Die Hausverwaltung schaltete die Behörde ein und es stellte sich heraus, dass die Frau erstens kein Gewerbe angemeldet hatte für ihre Liebesdienste und zweitens keine unbeschriebenes Blatt in dieser Hinsicht war. Die Bewohnerin bekam die Kündigung und zog zur Erleichterung der Hausbewohner innerhalb kürzester Zeit aus.

Warnung: Nigeria-Briefe

Nigeria-Briefe, was versteht man darunter? Dem äußeren Anschein nach geben sich E-Mails aus Afrika als äußerst großzügige und von den Absendern als streng vertraulich bezeichnete Angebote, als unausschlagbare Offerte aus, bei der man viel Geld praktisch fürs Nichtstun bekommen soll.  Kamen die E-Mails anfangs aus Nigeria, daher der Name Nigeria Connection oder Nigeria Briefe, so kommen sie inzwischen auch aus diversen anderen schwarzafrikanischen Staaten und Südafrika. Als E-Mails noch nicht verbreitet waren,  kamen die Schreiben per Brief oder Fax. Inzwischen kommen fast nur noch per E-Mail.


In einem solchen Brief wird dem Empfänger für seine Hilfe bei dem  Transfer von hohen Millionensummen bis zu 35 Prozent als Entlohnung offeriert. Das Geld stammt vorgeblich aus Erbschaften oder dem Nachlass von tödlich verunglückten Personen oder politischen Flüchtlingen. In anderen Briefen stammt das Geld angeblich aus unterschlagenem oder blockiertem Vermögen von Firmen nach einem politischen Umsturz.


Dabei nehmen die Absender nicht selten Bezug auf reale politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Geschehnisse. Das Nutzen offiziell wirkender Dokumente soll dabei die Glaubwürdigkeit der Offerte untermalen.


Aktuell werden auch vorgebliche Gewinnbenachrichtigungen verschickt oder es werden Kontaktierungen unter Bezug auf Verkaufsinserate von Immobilien oder hochwertigen Fahrzeugen vorgenommen. Der vorgebliche Interessent schwenkt bei einer Kontaktierung schnell um auf das Thema des angeblichen Geldtransfers.


Wurde der Kontakt einmal hergestellt, wird vor der versprochenen Auszahlung stets eine vorherige Provisionszahlung gefordert, die mitunter auch als Verwaltungsgebühr  oder Versicherungsbetrag gefordert wird. Hat ein Opfer eine Zahlung vorgenommen, ergibt sich immer eine Situation mit unvorhergesehen Problemen. Diese Probleme könnten aber beseitigt werden, wenn man weitere Geldbeträge zahlen würde.
Nicht selten fordert man vom Opfer Blankounterschriften oder dessen Kontonummer. Diese Daten werden dann für gefälschte Überweisungsaufträge oder fingierte Einladungsschreiben genutzt.


Das böse Ende kommt und es ist leicht zu erahnen: Eine Zahlung der zugesagten Millionensummen erfolgt nie. Sämtliche vorab gezahlten Geldbeträge sind unwiederbringlich verloren. Es gibt eine einfache Sicherheit gegenüber diesen Betrügern: Reagieren Sie nie auf Briefe oder E-Mails dieser Art.


Sollten sie tatsächlich schon eine Zahlung als Folge einer derartigen Offerte geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, dann sollten Sie unbedingt eine Starfanzeige bei der Polizei erstatten.


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