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Quelle: WikiPedia

Warnung: Nigeria-Briefe

Nigeria-Briefe, was versteht man darunter? Dem äußeren Anschein nach geben sich E-Mails aus Afrika als äußerst großzügige und von den Absendern als streng vertraulich bezeichnete Angebote, als unausschlagbare Offerte aus, bei der man viel Geld praktisch fürs Nichtstun bekommen soll.  Kamen die E-Mails anfangs aus Nigeria, daher der Name Nigeria Connection oder Nigeria Briefe, so kommen sie inzwischen auch aus diversen anderen schwarzafrikanischen Staaten und Südafrika. Als E-Mails noch nicht verbreitet waren,  kamen die Schreiben per Brief oder Fax. Inzwischen kommen fast nur noch per E-Mail.


In einem solchen Brief wird dem Empfänger für seine Hilfe bei dem  Transfer von hohen Millionensummen bis zu 35 Prozent als Entlohnung offeriert. Das Geld stammt vorgeblich aus Erbschaften oder dem Nachlass von tödlich verunglückten Personen oder politischen Flüchtlingen. In anderen Briefen stammt das Geld angeblich aus unterschlagenem oder blockiertem Vermögen von Firmen nach einem politischen Umsturz.


Dabei nehmen die Absender nicht selten Bezug auf reale politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Geschehnisse. Das Nutzen offiziell wirkender Dokumente soll dabei die Glaubwürdigkeit der Offerte untermalen.


Aktuell werden auch vorgebliche Gewinnbenachrichtigungen verschickt oder es werden Kontaktierungen unter Bezug auf Verkaufsinserate von Immobilien oder hochwertigen Fahrzeugen vorgenommen. Der vorgebliche Interessent schwenkt bei einer Kontaktierung schnell um auf das Thema des angeblichen Geldtransfers.


Wurde der Kontakt einmal hergestellt, wird vor der versprochenen Auszahlung stets eine vorherige Provisionszahlung gefordert, die mitunter auch als Verwaltungsgebühr  oder Versicherungsbetrag gefordert wird. Hat ein Opfer eine Zahlung vorgenommen, ergibt sich immer eine Situation mit unvorhergesehen Problemen. Diese Probleme könnten aber beseitigt werden, wenn man weitere Geldbeträge zahlen würde.
Nicht selten fordert man vom Opfer Blankounterschriften oder dessen Kontonummer. Diese Daten werden dann für gefälschte Überweisungsaufträge oder fingierte Einladungsschreiben genutzt.


Das böse Ende kommt und es ist leicht zu erahnen: Eine Zahlung der zugesagten Millionensummen erfolgt nie. Sämtliche vorab gezahlten Geldbeträge sind unwiederbringlich verloren. Es gibt eine einfache Sicherheit gegenüber diesen Betrügern: Reagieren Sie nie auf Briefe oder E-Mails dieser Art.


Sollten sie tatsächlich schon eine Zahlung als Folge einer derartigen Offerte geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, dann sollten Sie unbedingt eine Starfanzeige bei der Polizei erstatten.

Fallstudie: Personaldiebstahl

Hochwertiges elektronisches Gerät wurde – vornehmlich in großen Mengen – von einem Hersteller nach China per Luftfracht verschickt. Paletten und Ware wurden unter Aufsicht maschinell mehrfach mit Folie umwickelt und damit gesichert. Trotzdem trafen immer wieder Rückmeldungen über Fehlmengen aus China beim Versender ein. Anfangs zweifelte man am Wahrheitsgehalt der Aussagen aus China und nahm dieses Übel hin, um die Asiaten nicht zu verärgern.


Als jedoch der Ärger hierüber nicht abriss, wurden Detektive beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Ein Mitarbeiter der Detektei wurde im Herstellerwerk eingeschleust getarnt als normaler Arbeiter, der jedoch an exponierten Stellen positioniert wurde. Trotzdem rissen die Unregelmäßigkeiten nicht ab. Allerdings konnte der Detektiv natürlich zu jeder Zeit nicht am richtigen Ort sein. Die Verluste erreichten 4 und 5 stellige Raten. Da den chinesischen Empfängern alles zugetraut wurde, flog ein Detektiv nach China und war mit Erlaubnis des Empfängers dabei, als wieder eine Warenlieferung eintraf. Beim Öffnen und Auspacken erlebte man eine Überraschung. Inmitten der Ware lagerten leere Kartons, einer davon gefüllt mit einem Ziegelstein, offenbar, um das Gewicht fehlender Teile zu kompensieren. Entgegen dem Hersteller hatten die Chinesen ihre helle Freude an dem Fund. Der Klinkerstein wurde mit nach Deutschland genommen. Dort wurden alle Mitarbeiter überprüft, die während der Schicht, als die Palette verpackt wurde, Dienst hatten. Dabei stellte man fest, dass einer von ihnen – ein Schichtführer – gerade dabei war, seinen Hausanbau zu verklinkern. Der angestellte Vergleich durch ein anerkanntes Labor ergab, dass der Chinastein von der gleichen Ziegelei stammte wie die beim Schichtführer gelagerten Steine. Es dauerte einige Stunden, bis es Spezialisten der Detektei in einer Anhörung in den Betriebsräumen des Auftraggebers gelang, den Schichtführer zu einem Geständnis zu bewegen. Die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses war die Folge. Der Schichtführer gab darüber hinaus ein Schuldanerkenntnis ab, das anschließend von einem Notar beglaubigt wurde. In diesem Schuldanerkenntnis verpflichtete sich der Mann zum Ersatz des entstandenen Schadens und der Detektivkosten.


Haben auch Sie Probleme mit Personaldiebstahl? Gerne berät Sie ein Privatdetektiv unverbindlich unter 0800-DETEKTIV (0800 – 33 83 584).


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