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Quelle: WikiPedia

Abhörschutz

Der Begriff Abhörschutz steht für alle geeigneten Maßnahmen, die zur Sicherheit des nicht öffentlich gesprochenen Wortes und von Räumen und Daten getroffen werden, um zu verhindern, dass dritte Personen abhören oder Informationen abgreifen.  Zum Abhörschutz zählen auch technische Vorsichtsmaßnahmen und die Überprüfung von Räumlichkeiten und den in den Räumen befindlichen Gegenständen auf das Vorhandensein von Abhöreinrichtungen aller Art. Eine solche Suche nach Abhörgeräten nennt man auch Sweep oder Lauschabwehr.  


Zum Abhörschutz  gehört die Planung und Erstellung von abhörsicheren Räumen oder Kommunikationsverbindungen. Gleichfalls zählt dazu das Verhindern von Abstrahlungen in Form von elektromagnetischen Wellen auch durch Unterdrückung oder Verfälschung.



Zwingend notwendig beim Abhörschutz ist die Lauschabwehr in Form eines Checks von Räumen und allen Gegenständen und Geräten innerhalb der Räume , insbesondere natürlich Geräte, die zur Telekommunikation oder Datenübertragung geeignet sind wie Telefone, Faxgeräte, Handys oder Computer. Im Rahmen des Abhörschutzes versucht man darüber hinaus sensible Daten oder Räume speziell zu sichern durch Verschlüsselungsmaßnahmen im Rahmen der Kommunikation. Um einen Raum abhörsicher machen zu können, wird das System des Faradayschen Käfigs genutzt, wobei eine elektromagnetische Abschirmung geschaffen werden soll.


Neben dem Grundsweep sind weitere Lauschabwehreinsätze in kontinuierlichen Abständen oder Konferenzbegleitung angeraten. Bei der Lauschabwehr handelt es sich um das Absuchen der gefährdeten Orte nach Abhörgeräten mit vielfältigen technischen Apparaturen. Ziel ist die Feststellung, ob Abhörgeräte (Wanzen) vorhanden sind. Bei der Lauschabwehr werden Geräte wie Spektrumanalyzer, Non-Linear-Junction-Detektoren, Leitungsmessgeräte, Röntgengeräte, Endoskope, Scanner und viele weitere Messgeräte zur visuellen und technischen Detektion eingesetzt.


Tatsächlich gibt es keine 100 %ige Sicherheit gegen das Abhören. Als abhörsicher gilt eine Telekommunikationsleitung oder ein Raum, wenn keine Möglichkeit des Abhörens besteht. Das aber ist realistisch gesehen gerade bei der Telekommunikation nicht immer möglich, da sich stets Angriffspunkte bieten können. Allerdings kann man diese minimieren, so dass eine größtmögliche Sicherheit gegeben ist. Dazu bedarf es aber einer guten Beratung und eines geeigneten Lauschabwehreinsatzes zum Abhörschutz. Rufen Sie uns im Bedarfsfall an unter 0800-DETEKTIV (0800-33 83 584), wobei Sie natürlich nicht aus dem gefährdeten Raum heraus anrufen sollten oder besuchen Sie unser Informationsportal Abhörschutz.

Aus der Rechtsprechung: Überführter Blaumacher muss Detektivkosten ersetzen

Jede Firma kann von ihren Arbeitnehmern die Kosten für die Einschaltung einer Detektei zurück fordern, wenn die Ermittlung der Detektei zur Überprüfung einer arbeitsvertragswidrigen Aktivität des Arbeitnehmers notwendig war und der Arbeitnehmer sich als Blaumacher herausstellte, der während des Krankenscheins anderweitig aktiv war. Dieses Urteil fällte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz in zweiter Instanz und bestätigte damit die Rechtsprechung des Arbeitsgerichts Ludwigshafen aus der ersten Instanz.


Im zu verhandelnden Rechtsstreit hatte sich ein Brief- und Zeitungszusteller  krankschreiben lassen. Zur Überbrückung  der Dauer des Krankenscheins  betraute seine Firma die Frau des vorgeblichen Kranken als dessen Vertreterin mit der in der Nacht notwendigen Austragetätigkeit. Dabei  half der Kranke seiner eigenen Frau  bei dieser Tätigkeit. Weil er von einer dritten Person gesehen wurde, die den Arbeitgeber darüber informierte, schaltete dieser zur Beweissicherung eine Privatdetektei mit der Observation des kranken Mitarbeiters in den folgenden Nächten. Dabei bestätigte sich der Verdacht und der vorgeblich Kranke konnte tatsächlich von den Detektiven dabei beobachtet werden, wie er seiner Frau half.  Der Arbeitgeber reagierte naturgemäß verärgert und forderte auch die Kosten für den Detektiveinsatz von dem angeblich Kranken zurück.


Das OLG begründete die Verurteilung des angeblich Kranken zur Zahlung von Schadensersatz damit, dass dieser seine arbeitsvertraglichen Pflichten vorsätzlich verletzt habe, da er seine Arbeitsunfähigkeit mindestens während der Zeit, in der er von dem Detektivbüro überwacht wurde, simuliert und seinen Arbeitgeber dadurch veranlasst habe, seine Ehefrau an seiner Stelle als Aushilfskraft einzustellen und natürlich auch zu bezahlen. In Wirklichkeit sei er aber gar nicht arbeitsunfähig krank gewesen. Mindestens in den beiden Nächten, während derer er durch die Privatdetektive observiert wurde, hat er nämlich genau jene Tätigkeiten erbracht, die er auch gemäß Arbeitsvertrag hätte erbringen müssen.


Der angeblich Kranke wollte sich mit der Ausrede verteidigen,  ihm sei aus ärztlicher Sicht nur eine vollschichtige Arbeitstätigkeit untersagt worden. Die wenigen Arbeitsstunden, die er leistete, um seiner Frau zu helfen, wären ihm trotz seiner Erkrankung durchaus möglich gewesen. Die Richter sahen das gänzlich anders. Insbesondere verlangte das Gericht für diese Ausrede  die Darlegungs- und Beweislast durch den Arbeitnehmer, der dieser aber nicht gerecht geworden sei. Üblicherweise wird mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nämlich bescheinigt, dass ein Arbeitnehmer die arbeitsvertraglich geschuldete Arbeit aus Gründen der Krankheit generell nicht ausführen kann. Das von dem Arbeitnehmer im Prozessverlauf  vorgelegte Attest des Arztes gab keine Erklärung für eine ausnahmsweise bestehende tägliche Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden bei genereller Arbeitsunfähigkeit ab.


Der Arbeitnehmer muss nun alle Kosten ersetzen, die eine vernünftige, wirtschaftlich denkende Person nach den Umständen des Falles zur Beseitigung der Störung beziehungsweise zur Schadensverhütung nicht nur als zweckmäßig, sondern als erforderlich ergriffen hätte. Dazu gehören im vorliegenden Fall selbstredend auch die Kosten für den Detektiveinsatz.


Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz,  Urteil vom 20.08.2008, Aktenzeichen 7 Sa 197/08.


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