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schwaigern ist eine stadt im landkreis heilbronn. sie gehört zur randzone der metropolregion stuttgart.



Quelle: WikiPedia

Fingerabdrücke

Untersuchung von Fingerabdrücken - Methodische Grundlagen der Untersuchung von Papier und Fingerspuren


Die Spur eines Fingerabdrucks besteht hauptsächlich aus Ablagerungen von Schweiß, die unter anderem Eiweiße enthalten. Um sie auf Papier sichtbar machen zu können, kann  lediglich bei frischen Spuren (weniger als eine Woche alt) ein spezielles Pulver benutzt werden. Bei allen älteren Fingerabdruckspuren auf Papier müssen bestimmte Lösungen von Substanzen genutzt werden, die dann mit den Rückständen des Schweißes farbige Verbindungen herstellen, die man sehen kann. Das geeignetste Verfahren zur Sichtbarmachung von Fingerabdrücken auf Papier, dessen Nutzung  auch vergleichsweise mit wenig Komplikationen verbunden ist und keine Wärmebehandlung des Papiers erfordert, ist das Ninhydrin-Verfahren. Bei diesem wird eine ca. 2%ige Lösung von Ninhydrin (chemisch Triketohydrinden) in organischen Lösungsmitteln (hauptsächlich Aceton) zusammen mit weiteren Zusätzen  wie beispielsweise  Essigsäure und Kaliumnitrat in gleichmäßiger Form auf den Schriftträger gesprüht wird, um die Fingerabdruckspuren  erkennbar zu machen. Das Blatt Papier kann dabei auch in die Lösung eingetaucht werden.


Das eingesetzte Ninhydrin lässt mit den Eiweißsubstanzen der Schweißrückstände einen violettroten Farbstoff entstehen, wodurch die Fingerabdruckspuren dann erkennbar werden. Diese chemische Reaktion verläuft relativ träge, wobei es  bis zu 36 Stunden dauern kann, bis manche Fingerabdrücke sichtbar werden. Man kann diese Farbbildung durch Erwärmen verkürzen, wobei dann aber  das Abdruckbild mitunter etwas schwächer ist. Von Nachteil ist der hohe Preis von Ninhydrin  und dass dieses im Verdacht steht, möglicherweise Krebs verursachend zu sein. Darum sollten die untersuchten Papierbögen nach dem Trocknen in Folienhüllen verschlossen werden, um möglichst wenig ninhydrinhaltige Dämpfe abzugeben. Jedoch ist die  Konzentration des Ninhydrins in der Untersuchungslösung nur sehr gering, so dass keine akute Gefährdung bei der Untersuchung zu sehen ist. Weiterhin ist zu beachten, dass nicht umgesetztes Ninhydrin im bzw. auf dem Schriftträger bleibt, was zur Folge hat, dass jedes Berühren des nicht geschützten Papierblattes mit ungeschützten Fingern neue Fingerabdruckspuren erzeugen kann, die manchmal erst nach einigen Tagen sichtbar werden. Ungeachtet dieser Nachteile gilt das geschilderte Untersuchungsverfahren in der Kriminaltechnik als eines der effektivsten Verfahren für die Sichtbarmachung der Abdruckspuren, um den Vergleich der Fingerabdrücke vornehmen zu können.



Fingerabdrücke auf Papier


Die Praxiserfahrung zeigt, dass mit diesem Verfahren auf Papier oft viele Fingerabdrücke sichtbar gemacht werden können, von denen aber der überwiegende Teil, mitunter auch sämtliche, allerdings übergriffen, verwischt oder nur Teilabdrücke sind. Diese können aber nicht aussagekräftig ausgewertet bzw. zum Vergleich hergezogen werden können. Ein Problem ist es manchmal, dass es oft nicht möglich ist, zum Vergleich nutzbare und qualitativ hochwertige Fingerabdrücke des vermeintlichen Spurenverursachers zu erlangen. Die zum Vergleich notwendigen Fingerabdrücke müssen relativ hohe Qualitätsmerkmale erfüllen, und alle Merkmale des Papillarlinienmusters von jedem Finger erfassen.



Vergleich von Fingerabdrücken


Man darf nicht vergessen, dass eine Detektei im Gegensatz zu staatlichen Strafverfolgungseinrichtungen niemanden dazu zwingen kann, Vergleichsfingerabdrücke zur Verfügung zu stellen. Liegen Straftaten vor, müsste ein solches Erzwingen dann von der Polizei vorgenommen werden. Für die polizeiliche Kriminaltechnik wurden geeignete Verfahren entwickelt, mittels derer eindeutige Vergleichsabdrücke von Verdächtigen hergestellt werden können.


Bei der Beurteilung der Resultate ist zu berücksichtigen, dass die Einfärbungsstärke der Eiweißübertragung natürlich von der auf das Papier gelangten Eiweißmenge abhängt, die wiederum individuell variiert, aber auch davon abhängt, ob die Hände frisch gewaschen wurden, ob die Haut gerade sehr trocken ist, ob Handschuhe getragen wurden usw. Das ist auch bei anderen Verfahren der Sichtbarmachung von Fingerspuren der Fall, auch bei den Methoden, bei denen adhäsive Pulver verwendet werden. Hinzu kommt, dass viele Fingerabdrücke verwischt und übergriffen werden oder nur als Teilabdrücke vorliegen und dann für eine Personenfeststellung eventuell nicht mehr geeignet sind.


Wenn Sie Fingerabdrücke untersuchen oder Fingerabdrücke nachweisen wollen, dann kann Ihnen unsere Detektei diese Dienstleistung in qualifizierter Form anbieten. Gerne wird Sie ein Detektiv beraten, wenn es darum geht, Fingerabdrücke zu vergleichen und zu sichern. Rufen Sie bei Bedarf kostenfrei bei einem Privatdetektiv unseres Teams an unter 0800-DETEKTIV (0800 - 33 83 584).

Berufsgeschichte: Detektiv

Anfänge der Berufsgeschichte in Deutschland


Die stetig steigende Industrialisierung in Deutschland erzeugte einen neu entwickelten  Bedarf von Firmen und Geschäftsleuten, wirtschaftliche Auskünfte über das Leistungspotenzial ihrer Geschäftspartner zu erhalten. Dieser Nachfrage kam 1860 der Makler S. Salomon nach, der im seinerzeit noch zu Deutschland zählenden Stettin die erste Detektei mit dem Firmennamen "Erkundungsbüro zur Wahrung kaufmännischer Interessen für Stettin und die Provinz Pommern" gründete. Dadurch wurde Salomon quasi zum ersten deutschen Detektiv. Diesem Vorbild nachahmend wurden in den folgenden Jahren auch in anderen deutschen Großstädten Detekteien gegründet. Zunächst erfolgte die Gründung einer Detektei in Dresden, dann folgte eine Detektei in  Berlin, wo es aufgrund der Größe und Bedeutung der Stadt schon bald eine Vielzahl von Detekteien gab. Häufig waren es ehemalige Polizisten, die sich als Privatdetektiv in Berlin etabliert hatten und die durch ihre bei der Polizei gewonnene Erfahrung und ihr kriminalistisches Gespür die nötigen und relevanten Qualifikationen für diesen komplett neuen Berufsstand als Detektive mitbrachten. Aber nicht nur im wirtschaftlichen Sektor wurden Detektive benötigt. Tatsächlich wurden die Dienste von Detekteien schon sehr bald auch von Privatleuten immer häufiger in Anspruch genommen.


Im Jahr 1896 wurde der Reichsverband Deutscher Detektiv-Institute e.V. aus der Taufe gehoben. Dieser Verband der Detektive hatte die Aufgabe, sich um die Belange der Detekteien gegenüber dem Gesetzgeber, Gerichten und Behörden zu kümmern. Die Zahl der Detekteien wuchs stetig. Im Jahr 1925 gab es in Deutschland bereits  1321 Detekteien.  In  dieser unruhigen Epoche war speziell das Sicherheitsbedürfnis der gehobenen Bürgerschicht stark ausgeprägt. Daher übernahmen die Detekteien mit dem Personenschutz und der Bewachung ein weiteres Arbeitsfeld. Die Machthaber des Dritten Reiches ließen dann keinen Raum mehr für privat ermittelnde Detekteien und verboten mit einem neuen Gesetz vom 01.02.1939 deren Ermittlungstätigkeit. Nach dem Ende des Krieges erfuhr das Gewerbe der Detektive in Deutschland eine Renaissance. Bereits 1946 wurde wieder ein Detektiv-Verband aus der Taufe gehoben und Regeln für Detektive festgelegt. Heute ist der Berufsstand ein wichtiger Helfer der Anwaltschaft, von Firmen und Privatpersonen aller Altersklassen zur Beschaffung von gerichtsverwertbaren Beweismitteln.


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