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Quelle: WikiPedia

Vorsicht Falle: Gratisdienste

Ein moderner Ort des Verbrechens: Das Internet. Vorgebliche Gratisdienste und angebliche Informationsseiten im Internet erweisen sich oft als böse Fallen, die teure Folgen haben können.


Kannte man früher die berüchtigten Dialer im Internet, so sind die modernen Betrugsfallen vermeintliche Gratisdienste. Das sind Internetseiten, die sich nach außen hin den Anschein einer kostenfreien Seite geben, tatsächlich aber nichts anderes sind als kostenpflichtige Betrügerfallen. Diese betrügerischen Seiten gibt es inzwischen für fast alle Kategorien und Lebenslagen.


Was lassen sich die Betrüger nicht alles einfallen: Vom angeblich kostenlosen Routenplaner über die Ahnenforschung bis hin zu vorgeblich kostenfreien Bildern oder scheinbar kostenfreien SMS-Diensten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Selbst höchst harmlos wirkende Seiten wie Gedicht-Sammlungen oder Witze-Downloads können Fallen höchst krimineller Betrüger sein.  Fraglos gibt es Seiten mit diesen Inhalten oder Informationen auch von absolut seriösen Anbietern, aber leider eben auch von dubiosen schwarzen Schafen, die es nur darauf abgesehen haben, den arglosen Besuchern der Seiten das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Sobald Sie sich auf einer Seite, auf der Sie nur ein Gedicht lesen wollten oder sich eine Routenplanung ausdrucken wollten, registrieren sollen, ist höchste Vorsicht angesagt. Schauen Sie sich unbedingt jedes Angebot vor einem Download oder einer Registrierung ganz exakt an, besonders  die so genannten AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Im Kleingedruckten findet man die Abofalle, wonach Sie für nutzlose Dienste ein Jahr und länger bezahlen sollen.


Wenn Sie schon auf einen dieser Internbetrüger hereingefallen sein sollten, so können Sie gegen eine unberechtigte Forderung Widerspruch erheben. Es gibt viele Musterbriefe zu diesem Thema, die Sie kostenfrei in entsprechenden Foren und bei Warndiensten im Internet bekommen können. Eine einfache Suche bei Google, Yahoo oder Bing reicht aus, um diese Vordrucke und Musterbriefe in aktuellster Form zu finden.


Da die Betrüger auch nicht davor zurückschrecken, in schriftlicher Form Druck auf Sie auszuüben, schickt man Ihnen nicht selten Mahnschreiben, wenn Sie auf die erste Zahlungsaufforderung nicht reagiert haben. Man schaltet höchst zweifelhafte Rechtsanwälte ein, die sich nicht zu schade sind, gegen hohe Zahlungsforderungen die kriminellen Machenschaften der Betrüger zu unterstützen, indem sie mit Briefen Zahlungen fordern. Tatsächlich soll es Fälle geben, in denen die Betrügerfirmen selbst die Rechtsanwaltsschreiben ausdrucken und sich lediglich des Namens und der Adresse eines Anwaltes bedienen, der mit dem Betrüger kooperiert. Auch höchst dubiose Inkassobüros, die oft extra für diesen Zweck gegründet werden, schreiben drohende Briefe und wollen Sie so mürbe machen. Lassen Sie sich nicht durch derartige  Mahnungen oder Drohungen durch ein Inkassobüro aus der Ruhe bringen. Auch hier finden Sie passende Musterbriefe im Internet. Übrigens können Sie ein Inkassobüro schon mit einem einfachen Zweizeiler aus dem Geschäft bringen, indem Sie einfach die noch nicht titulierte Forderung strittig stellen, denn ein Inkassobüro kann nur bei unstrittigen Forderungen tätig werden. Holen Sie sich im Zweifel Rat bei einem Rechtsbeistand. Auch die Erstattung einer Strafanzeige ist zu überlegen. Beugen Sie sich nicht dem Druck und zahlen Sie den Betrügern nichts freiwillig, selbst wenn es nur scheinbar kleine Summen sind. Wehren Sie sich statt dessen und lassen sich nicht von dauernden Drohungen der Betrüger beeindrucken. Jeder Rechtsanwalt wird Sie gerne beraten.


Weitere Maschen von Betrügern finden Sie auf unserer Seite Warnungen.

Fallstudie: Urheberrechtsverletzung Musical

Der Bundesgerichtshof hat mit seinem Urteil vom 04.07.2008 die Rechte des Disney Konzerns an seinen Werken gestärkt. Erster Zivilsenat des BGH I ZR 204/05 - Musical-Starlights.

Der Walt Disney Konzern darf  in Zukunft die öffentliche Aufführung von Schlüsselszenen aus seinen Musicals untersagen. Der BGH hat letztinstanzlich  in einem Rechtsstreit zwischen dem Showproduzenten Ulrich G. und dem Disney Konzern für Disney entschieden. Der Showproduzent G. hatte Szenen und Musik aus den bekannten Musicals "Die Schöne und das Biest", "Der Glöckner von Notre-Dame", "Aida" und "Der König der Löwen" in einer Show "Musical Starlights - from Andrew Lloyd Webber to Disney" zusammengefasst und mit den zu den Musicals  passenden Showkostümen aufgeführt. Dieses hatte die Disney Enterprises Inc.dazu veranlasst,  den Showproduzenten auf Unterlassung, Auskunftserteilung und Schadensersatz zu verklagen.

Der BGH urteilte, dass Urheberrechte an den einzelnen Werken immer dann verletzt werden, wenn bei der Aufführung ein sinnvoller Handlungsablauf erkennbar wird. Dieses gelte auch, wenn lediglich Ausschnitte aus dem jeweiligen Musical gezeigt werden. Es genügt bereits, wenn das Publikum alleine den gedanklichen Inhalt einer Szene aus dem Ursprungsmusical erkennen kann. In einem solchen Fall ist  das Recht an der bühnenmäßigen Aufführung, das neben den Rechten an der Musik besteht, verletzt. Zugelassen haben die Richter nur zusammenhanglos aneinandergereihte Handlungselemente und Musikstücke.

Im Rahmen einer solchen urheberrechtlichen Verletzung ist es notwendig, eindeutige Beweise von einer Vorführung zu beschaffen. Dieses ist alleine deswegen schwierig, weil der Rechteverletzer sich seiner nicht legalen Handlungsweise meist durchaus bewusst ist und daher verhindern möchte, dass entsprechende Beweismittel beschafft werden. Daher ist in einem solchen Fall der Einsatz einer Detektei zumeist unumgänglich, da mit anderen Wegen keine Beweise beschafft werden können.  Unter Nutzung von getarnten Kameras gilt es dann für die Detektive, die entsprechenden Urheberrechtsverstöße zu belegen.

Die Vorinstanzen hatten bereits der Klage von Disney stattgegeben. Der Bundesgerichtshof hat nun die Revision der Beklagten zurückgewiesen.

Schlüsselszenen bedeutet, dass es ausreichend, aber auch notwendig ist, dass der Betrachter Bestandteile und Szenen eines Werkes erkennen kann. Vielmehr reicht es aus, wenn das Publikum den gedanklichen Inhalt eines Bestandteils, also etwa einer Szene dieses Werkes, erkennen kann. Diese Voraussetzungen waren nach den Feststellungen des Berufungsgerichts im Streitfall erfüllt. Danach hatte die Beklagte in ihrer Show einige der wichtigsten Schlüsselszenen und die bekanntesten Songs der Disney-Musicals zusammengestellt und unter Verwendung von Kostümen und Bühnenbildern szenisch dargestellt. Dadurch hatte sich für das Publikum ein geschlossenes Bild des Gesamtwerks oder eines abgrenzbaren Bestandteils des Gesamtwerks ergeben.

Wenn auch Ihre Rechte verletzt werden, kann unserer Detektei auch Ihnen die notwendigen Beweismittel beschaffen. Lassen Sie sich beraten unter 0800-DETEKTIV (0800-33 83 584).


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